ab 15.10.03 Suse9 mit 64bit Unterstützung und Kernel 2.6 erh

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ab 15.10.03 Suse9 mit 64bit Unterstützung und Kernel 2.6 erh

Beitragvon admin » 30.09.2003, 09:59

Suse Linux 9 ab 15. Oktober 2003 mit Kernel 2.6


Linux-Komplettpaket auch für AMDs 64-Bit-Architektur


Ab 15. Oktober will SuSE seine Linux-Distribution Suse Linux in der Version 9.0 anbieten. Neben der Version für 32-Bit-Intel- und AMD-Prozessoren bietet Suse erstmals auch eine Version für den AMD-Athlon-64-Prozessor an. Dabei soll sich die neue Version unter anderem mit einer Windows-Installation auf der gleichen Festplatte besser vertragen.

So beherrscht der Suse-Systemassistent YaST2 jetzt auch das Dateisystem NTFS, wie es bei Microsoft Windows 2000 und XP verwendet wird und macht einen Vorschlag zur Neuverteilung des Festplattenspeichers. Nach Bestätigung durch den Anwender werden dann automatisch Linux-Betriebssystem und -Anwendungen parallel zum bestehenden Windows-System auf dem Rechner eingerichtet.

Zudem unterstützt Suse Linux 9.0 mittlerweile zahlreiche Win-Modems, die insbesondere bei preisgünstigen Laptops zum Einsatz kommen. DSL-Verbindungen werden ebenso wie ISDN-Karten und Modems bereits bei der Installation automatisch erkannt. ISDN-Nutzer können jetzt auch im laufenden System per Mausklick ihre Internetverbindung per Kanalbündelung auf doppelte Geschwindigkeit beschleunigen.

Als Desktop bringt Suse Linux 9.0 die aktuelle Version 3.1.4 von KDE mit, legt aber auch zusätzliche Programmpakete wie beispielsweise den Instant Messenger Kopete bei, der in der neuen Version alle gängigen Dienste wie AOL, MSN, IRC, ICQ und Yahoo Messenger unterstützt. OpenOffice.org liegt in der Version 1.1 bei und bei Fragen zur korrekten Orthografie soll der "Duden - Richtiges und gutes Deutsch" helfen. Als DTP-Programm liegt Scribus 1.0 bei.

Das Brennen von DVDs ist nun in die grafische Oberfläche des Linux-Brenners k3b integriert. Zudem bringt Suse Linux 9.0 eine umfangreiche Sammlung freier Audio-Software mit Anwendungen von Harddiskrecording bis virtuell analoger Synthese mit.

Stark vereinfacht präsentiert sich das Programm-Menü von Suse Linux mit der so genannten vfolder-Technik (virtuelle Ordner): Mit nur zwei Ebenen sollen die wichtigsten vorinstallierten Anwendungen dynamisch und über ihre Funktionsbezeichnungen erreichbar sein.

Für erfahrene Linux-Nutzer bietet Suse Linux während der Installation die Selektionsmöglichkeit "Programme für erfahrene Benutzer" an, womit sich 50 der verbreitetsten Linux-Werkzeuge vom Editor "emacs" bis hin zu den E-Mail-Programmen "mutt" und "pine" ebenso wie alternative grafische Oberflächen wie "WindowMaker" oder "Blackbox" für die Installation auswählen lassen. Neu ist auch der "Suse Systemdoktor", ein Werkzeug zur Rekonstruktion des Systems nach versehentlicher Zerstörung oder Löschung systemwichtiger Dateien.

Auch der Systemassistent YaST2 wartet mit einer Reihe von Erweiterungen auf: Mit einem neuen YaST-Modul und Samba 2.2.8a soll auch Linux-Laien die Vernetzung von Linux- und Windowsrechnern im Handumdrehen gelingen. Mit Hilfe entsprechender grafischer Dialoge sollen sich zudem auch DNS-, DHCP- und Web-Server im heimischen Netzwerk mit wenigen Eingaben einrichten lassen. Mit dem neuen XNTP-Modul lässt sich der Rechner zudem mit einem atomzeitgenauen Zeitserver abgleichen. Zudem wird von Suse Linux 9.0 neben der aktuell verbreiteten Fassung des Internetprotokolls IPv4 nun auch offiziell die nächste Generation IPv6 unterstützt.

Suse Linux 9.0 basiert auf einem von Suse optimierten Linux-Kernel 2.4.21, der bereits jetzt wesentliche Weiterentwicklungen der nächsten Kernel-Generation 2.6, wie den verbesserten Scheduler, ACPI oder die Advanced Linux Sound Architechture, enthält. Laptop-Nutzer profitieren von einer erweiterten Treiberunterstützung für das Powermanagement im Linux-Kernel. Ausschließlich zu experimentellen Zwecken bietet Suse Linux 9 technisch versierten Anwendern auch die Möglichkeit der Installation einer Testversion der nächsten Kernelgeneration 2.6.

Darüber hinaus enthält die neue Version der Suse-Distribution jetzt auch User Mode Linux (UML). Mit diesem System ist es möglich, eine oder mehrere komplette Linux-Instanzen als Benutzerprozesse unter einem laufenden Linuxsystem zu betreiben. Damit lassen sich Dinge wie Kernel-Debugging, Virtual Hosting oder Sicherheitsumgebungen realisieren, ohne ein laufendes System zu verändern und somit zu gefährden.

Um rund 140 Seiten erweitert präsentiert sich auch die mittlerweile 1.100-seitige, gedruckte Dokumentation. Neu ist dabei ein Kapitel zum GNOME-Desktop, zum Browser "Mozilla" und zur Datensynchronisation mit PDAs von Palm. Das "Administrationshandbuch" bietet neue Kapitel zum Verzeichnisdienst LDAP und zum Webserver "Apache" sowie eine aktualisierte Passage zu "Samba".

Suse Linux 9.0 soll ab 15. Oktober über den SuSE-Online-Shop oder im Buch- und Computerfachhandel erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis für die Personal-Edition (drei CDs, Benutzerhandbuch, 60 Tage Installationssupport) beträgt 49,95 Euro, für die Professional-Variante (fünf CDs, eine Doppel-DVD, Benutzer- und Administrationshandbuch, 90 Tage Installationssupport) kostet 79,95 Euro. Ein Update für die Professional-Version ist für 49,95 zu haben. Die AMD64-Version von Suse Linux 9.0 Professional soll 99,95 Euro kosten.

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