Die schnellsten Grafikkarten im Vergleich

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Die schnellsten Grafikkarten im Vergleich

Beitragvon admin » 11.08.2008, 11:57

Nvidia und ATI haben den 3D-Markt noch einmal so richtig durchgemischt, während Geforce GTX 260 und GTX 280 einige Geschwindigkeitsrekorde halten und die Geforce 9 recht alt aussehen lassen, setzen Radeon HD 4850 und HD 4870 auf sehr gute Leistung für wenig Geld. Beim Preis kann man seit Wochen zusehen, wie er immer wieder spürbar absackt, während die GTX 280 zum Startermin noch 550 Euro kostete, kann man sie jetzt für 340 Euro kaufen. Um die beste und billigste Kombination zu ermitteln, stellen sich die schnellsten Grafikkarten einem Test aus 60 Benchmarks, mehreren Leistungsanalysen und dem Preisvergleich.

Dieser umfangreiche Artikel beantwortet wesentliche Fragen: Lohnt der Umstieg von einer Radeon HD 3850, HD 3870 oder Geforce 8800 GTS 512 auf die neuen Grafikchips, wie gut ist die alte Geforce 8800 GTX zur 8800 GTS 512 welche der aktuellen Karten ist schneller oder billiger, sind die Treiber für Crossfire oder SLI optimiert, wo kann ich mit Leistungssteigerungen rechnen und wie schnell ist meine Wunschkarte mit 1280x1024, 1680x1050 oder 1920x1200 Pixel. Wer sich bei der Stromversorgung nicht sicher ist, bekommt Empfehlungen für die Netzteilgröße (die man als Richtwert sehen sollte, da sich PC-Konfigurationen stark unterscheiden).

Die CPU des Testsystems kommt an ihr Limit, die Core 2 Duo X6800EE mit 2.93 GHz Taktrate kann die aktuellen Doppelpakete, bestehend aus jeweils zwei Radeon HD 4870, Geforce GTX 260 oder GTX 280 kaum versorgen. Die thingy Zwillinge zeigen bei der 3D-Gesamtleistung nur eine geringe oder gar keine Steigerung mehr. Durch fehlende SLI- oder Crossfire-Unterstützung wird immer wieder gebremst, wenn man allerdings die richtigen Auflösungen und Games erwischt, gibt es bis zu 70 Prozent mehr Power. In diesem Leistungsbereich entscheiden Testumfeld, Benchmark und ausgewählte Auflösung, ob sich eine Anschaffung der stärksten 3D-Duos lohnt.

Eine Besonderheit im Test sind die OC-Varianten und die Superclocked GTX 280 von MSI, durch erhöhte Taktraten gibt es Zusatzleistung mit Garantie vom Hersteller. Spezielle Treiber oder Tools sind unnötig, die verbesserten Spezifikationen wurden bei allen Testmodellen im VGA-BIOS verankert. Für einen fairen Vergleich läuft jede Grafikkarte mit Normaltakt, eine detaillierte Analyse der Übertaktungen gibt es extra. Alle OC-Varianten wurden bei 1920x1200 Pixel mit Kantenglättung geprüft, die Leistungsunterschiede zum Standardtakt kann man an der Framerate mit Prozentauswertung direkt vergleichen.
Grafikchips im Vergleich und Testkonfiguration

Im Test befinden sich die 3000er- und 4800er-Modelle von ATI, sowie die Geforce 8, 9 und GTX 200 von Nvidia. Als untere Grenze gelten Radeon HD 3650 und Geforce 8600 GT.


Speichertakt=DDR-Taktrate verdoppelt, physikalischer Takt beträgt die Hälfte
DDR5-Taktrate verfierfacht, physikalischer Takt beträgt ein Viertel
SPs=Stream-Prozessoren, P und V=Pixelshader und Vertexshader
TC=Turbo Cache
HM=Hyper Memory
OC=übertaktet (Taktrate höher als Standard)
SLI=Parallelbetrieb mit 2 Nvidia-Karten
3SLI=Parallelbetrieb mit 3 Nvidia-Grafikchips
4SLI=Parallelbetrieb mit 4 Nvidia-Grafikchips
CF=CrossFire Parallelbetrieb mit 2 ATI-Karten
3CF=CrossFire Parallelbetrieb mit 3 ATI-Grafikchips
4CF=CrossFire Parallelbetrieb mit 4 ATI-Grafikchips
R680=2xRV670
Shader 2.0=DirectX 9.0, 3.0=DirectX 9.0c, 4.0=DirectX 10, Shader 4.1=DirectX 10.1

Preisleistungsvergleich

Recht interessant ist die Radeon 3850 geworden, die 256-MByte-Version war am Tag der Preisrecherche sogar teurer als das 512-MByte-Modell, der Preis in der Tabelle bezieht sich deshalb auf die 512er-Version. Die Geforce 8800 GT mit 1024 MByte ist hingegen deutlich teurer geworden.


Radeon HD 4870 und Geforce GTX 260 sind gleich auf, was ATI durch den besseren Preis erreicht, macht Nvidia mit etwas mehr Leistung wett. Überraschend ist das Ergebnis der Geforce GTX 280, die sich klar durchsetzt, der hohe Preis wird durch die beste 3D-Leistung ausgeglichen. Die Radeon HD 4850 gewinnt nur durch das beste Preisleistungsverhältnis, in der reinen Leistungsbewertung belegt sie bei den neuen Grafikchips den letzten Rang und ist insgesamt um einen Punkt schlechter als HD 4870 und GTX 260.

Fazit – Radeon HD 4850 ist ein klarer Kauftipp

So sieht der optische Leistungsvergleich zwischen den neuen Grafikchips aus.

Die Mimimalwerte können auch die schnellen Grafikchips kaum ausgleichen, nach oben ist der Zuwachs bei den Frameraten deutlich höher. GDDR5-Speicher ist keine Wunderwaffe gegen Leistungslöcher durch Kantenglättung oder Minimalwerte, dennoch werden Assassins Creed, Half Life 2 EP2 und World in Conflict leicht ausgeglichen. Der HD 4870 zeigt zum HD 4850 einen fast identischen Verlauf, nur eben auf höherem Niveau.

Der Umstieg von der Radeon HD 3850 auf eine 4850 rechnet sich gewaltig, es gibt beim Gesamtergebnis einen Zuwachs um bis zu 47.5 Prozent. Ein Upgrade von HD 3870 auf HD 4870 bringt insgesamt 40.6 Prozent mehr Frames. Wer mit etwas weniger 3D-Leistung zufrieden ist, kann die HD 3850 für 60 Euro als Kauftipp ansehen, momentan der Preisleistungssieger.

Bei Nvidia muss man schon genauer vergleichen, der Wechsel von Geforce 8800 GTS 512 zur 8800 GTX oder 9800 GTX wäre ziemlich sinnlos, alle drei Modelle unterscheiden sich kaum im Gesamtergebnis. Ein Upgrade von der Geforce 8800 GTS 512 auf die GTX 260 bringt insgesamt um die 18 Prozent mehr Power, der Wechsel zur HD 4870 würde sich mit 14 bis 15 Prozent Leistungssteigerung auswirken. Kauftipp bei Nvidia ist die 8800 GT für 89 Euro, der zweite Platz im Preisleistungsvergleich.

Sondermodelle mit alten Chips sollte man immer mit der Radeon HD 4850 vergleichen. Eine Geforce 9600 GT oder 8800 GT ist selbst mit 1024 MByte oder höheren Taktraten kaum schneller als die neue ATI-Karte. Ein direkter Preis- und Leistungsvergleich lohnt immer, da mehr Grafikspeicher eine hohe 3D-Grundleistung nicht aufwiegen kann.

Die Geforce GTX 280 kostet noch etwas zu viel. Läge ihre Preis bei 250 Euro, wäre sie eine ernsthafte Alternative zur kleineren GTX 260. Momentan ist sie ein extrem starker 3D-Rechenknecht, der entfesselt einen immensen Stromhunger entwickelt. Die MSI Superclocked-Versionen können in den höheren Auflösungen noch etwas zulegen, die GTX 260 OC-Version rückt zur normal getakteten GTX 280 ziemlich nah auf.

HD 4850Eine klare Preis-Empfehlung geht an die Radeon HD 4850. Sie ist leise, aber die langsamste Karte unter den neuen Grafikchips. Zwei Probleme müssen klar sein: Da das Standarddesign nur einen 1-Slot-Kühler hat und sehr warm wird, sollte das PC-Gehäuse über eine hervorragende Kühlung verfügen, da die komplette GPU-Abluft nur herumgewirbelt wird. Die Testwerte sind mit einer guten Core 2 Duo entstanden, die Karte braucht für hohe Frameraten auch viel CPU-Power.

GTX 260 & HD 4870Eine Empfehlung geht an die Radeon HD 4870 und die Geforce GTX 260, beide Karten liegen im Ergebnis zu eng zusammen, um nur eine auszuzeichnen. Was die HD 4870 über den besseren Preis macht, kompensiert die GTX 260 durch etwas bessere 3D-Leistung. Beide Karten haben einen 2-Slot-Kühler, der die warme Abluft aus dem Gehäuse drückt. Nachteil ATI: Noch hoher Stromverbrauch im 2D-Modus und sehr hohe 2D-Temperaturen. Nachteil Nvidia: Sehr laut, beim Preis kann man nicht mehr meckern.


Quelle: www.tomshardware.com
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