Durchbruch bei Chip-Entwicklung
So winzig ist die kommende Chipgeneration.
Forscher bei Hewlett-Packard haben eine Möglichkeit entdeckt, die Leistung von Chips mit Hilfe der Nanotechnologie bei geringerem Stromverbrauch deutlich zu verbessern. Noch in dieser Woche sollen erste Pläne des neuartigen Mikroprozessors veröffentlicht werden, teilte der amerikanische Computerkonzern mit.
Chips am Rande der Physik
Mit immer kleineren Chips steuerten die Forscher auf eine "Kollision mit den Gesetzen der Physik" zu, sagte Hewlett-Packard- Entwickler Stan Williams. "Im Nanobereich nehmen exzessive Hitzeentwicklung und fehlerhafte Arbeitsprozesse zu." Den Forschern bei HP sei es nun gelungen
Packungsdichte verachtfacht
Laut HP kann mit diesem Ansatz die Zahl der Schaltelemente auf einem Chip verachtfacht werden, während beim Energieverbrauch eingespart wird. Die Schaltkreise bestehen aus winzigen Nanodrähten, die im Zickzack gelegt Daten speichern oder als Schalter fungieren können. Vor allem in Mobilfunkgeräten oder in der Unterhaltungselektronik könnten diese Chips künftig zum Einsatz kommen.
"10 Jahre an einem Tag"
Das neue Chip-Design soll vor allem die Fehleranfälligkeit deutlich senken und den Strombedarf der Chips erheblich verringern. Bei der Neuentwicklung könne weiterhin mit herkömmlichen Transistoren gearbeitet werden, so dass sich die Chips im gewohnten Produktionsprozess herstellen ließen. Die neue Entwicklung sei "unglaublich", zitierte das "Wall Street Journal" James Ellenbogen von der gemeinnützigen US-Forschungsgesellschaft Mitre Corp. "Das spart uns fünf bis zehn Jahre Arbeit auf einen Schlag."
"Moorsches Gesetzt" gebrochen?
In der Vergangenheit wurde die Leistungsfähigkeit von Chips gesteigert, indem die Transistoren darauf kontinuierlich geschrumpft wurden. Wie das so genannte "Mooresche Gesetz" besagt, verdoppelt sich die Leistung von Chips in der Branche alle 18 bis 24 Monate, während die Kosten für die Produktion der Chips gleich bleiben.
quelle oncompoter t-online

