Kopierschutz von HD-DVD gehackt

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Kopierschutz von HD-DVD gehackt

Beitragvon hisch » 30.12.2006, 21:09

"Unhackbaren" Kopierschutz der neuen Medien geknackt, auf Youtube gezeigt - Vorentscheidung in der Formatschlacht?
Das AACS wurde sowohl von Unternehmen der HD-DVD- als auch von Unternehmen der Bluray-Fraktion in Entwicklung gegeben. Unter den Firmen befinden sich so zum Beispiel Microsoft und Sony. Muslix64 stellte neben den entsprechenden Entschlüsselungscodes auch ein ein Video online, in dem er zeigt wie man diverse HD-DVD-Filme, wie "Full Metall Jacket" von Warner Bros' oder "Van Helsing" von Universal kopiert.
Zurzeit seien mit dem vom Hacker geschriebenen Programm lediglich HD-DVDs kopierbar. Da beide Medien aber auf den selben Schutzmechanismus zurückgreifen, dürfte die Entschlüsselung von Blurays allerdings nur eine Frage der Zeit sein. Muslix64 versprach weiters am 2. Jänner sein Programm BackupHDDVD zu veröffentlichen, dass bereits Freischaltcodes für eine Palette an Filmen beinhaltet. Weitere Codes werden vermutlich nicht lange auf sich warten lassen.
Folgenschwer

Laut Reuters könnte diese Entwicklung tatsächlich schwere Folgen für die Filmindustrie mit sich bringen, nachdem schon der Verkauf der herkömmlichen DVDs nachgelassen hat. Trotzdem generierten diese Absätze allein 2005 24 Milliarden US-Dollar.

Auf der anderen Seite könnte sich der HD-DVD-Hack zumindest kurzfristig auch durchaus positiv für die hinter der Technologie stehenden Konzerne auswirken. Schließlich rentieren sich neue Medien-Formate, aufgrund ihrer hohen Entwicklungskosten, erst nach massenhafter Vervielfältigung. In der Geschichte haben Raubkopien oder Sicherungskopien schon mehrmals Formatkriege entschieden. Selbst Microsofts Windows hat es unter anderem auch illegalen Kopien zu verdanken, sich so rasch unter der Bevölkerung verteilt zu haben. Deshalb sind DRM-Systeme und Kopierschutze innerhalb der Industrie nicht unumstritten, gelten sie doch häufig als Hinderungsgrund für reißende Absätze. (red)
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HD-DVD-Hack offenbar bestätigt

Beitragvon admin » 16.01.2007, 01:10

Nachdem bereits Zweifel aufkamen, ob das kürzlich veröffentlichte Tool BackupHDDVD tatsächlich AACS-geschützte HD DVDs entschlüsselt, konnten mit Unterstützung eines auf pastebin veröffentlichten Suchrätsels augenscheinlich authentische Title Keys von HD DVDs ausfindig gemacht werden. Demnach sollen sich aus den Google-Suchergebnissen zu den aufgelisteten Stichwörtern Zahlen ableiten lassen, die – umgewandelt in hexadezimale Schreibweise – gemeinsam einen 16 Byte langen Title Key des HD-DVD-Films "Serenity" ergeben.
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Tatsächlich wollen einige Mitglieder des Doom9-Forums herausgefunden haben, dass nicht nur dieser unverschlüsselte Title Key während der HD-DVD-Wiedergabe im Speicher der japanischen Version von WinDVD 8 HD zu finden ist, sondern eine komplette Tabelle aller unverschlüsselten Title Keys des Films. Inzwischen wurden im Doom9-Forum sogar angebliche Volume Keys für mehrere Filme veröffentlicht, mit dem AACS die Title Keys der jeweiligen Discs verschlüsselt. Alleine der Volume Key würde reichen, um mit BackupHDDVD den kompletten Inhalt der HD DVD zu entschlüsseln und auf Festplatte zu kopieren.

Ursprünglich wurde vermutet, muslix64 habe die unverschlüsselten Keys im Speicher einer OEM-Version von PowerDVD 6.5 HD DVD entlockt, das er in einem auf YouTube veröffentlichten Video (inzwischen nach Aufforderung von Warner Bros. entfernt) zum Abspielen der kopierten Dateien verwendete. Cyberlink hatte dies bestritten; mittlerweile verkauft der Hersteller mit PowerDVD Ultra eine Version seiner HD-DVD- und Blu-ray-Playersoftware auch an Endkunden.

AACS sieht vier Optionen vor, um HD-Player, -Software und -Inhalte aus dem Verkehr zu ziehen (Drive revocation, Host revocation, Device revocation und Content revocation). Für Title Keys oder Volume Keys gibt es laut muslix64 keine solche Möglichkeit. Vermutlich wird die betroffene WinDVD-Version aus dem Verkehr gezogen (Player revocation) und sich keine neueren HD DVDs mehr darauf abspielen lassen. Es lässt sich aber nicht verhindern, dass alle bereits veröffentlichten HD DVDs, die sich mit der Software abspielen lassen, kopiert werden können. Welche Konsequenzen Intervideo zu erwarten hat, ist noch nicht absehbar.

Im Unterschied zu dem bei der Video-DVD eingesetzten CSS ist der Kopierschutz AACS selbst nicht geknackt. Schon Anfang Januar stellte muslix64 klar, dass es sich bei BackupHDDVD lediglich um eine Implementierung der Entschlüsselungsroutinen des Advanced Access Content System handelt. Die Software ist daher auf Title (bzw. Volume) Keys angewiesen, um zu funktionieren.


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