Ein Microsoft-Mitarbeiter steht unter Verdacht, Code des Suchmaschinenbetreibers AltaVista entwendet zu haben. Laut amerikanischen Nachrichtendiensten sei der 29-Jährige vor zwei Jahren von AltaVista entlassen worden, bevor er in der Entwicklungsabteilung für die MSN-Suche eine neue Anstellung fand.
Den Ermittlern der FBI-Einheit "Computer Hacking and Intellectual Property" (CHIP) zufolge habe der Mann im März und Juni 2002 Zugriff auf den Quellcode der AltaVista-Suche gehabt, obwohl er in diesem Zeitraum schon nicht mehr für den Suchmaschinenpionier gearbeitet habe. Sicher sei, dass sich der Franzose im Besitz des Programmcodes befunden habe.
Laut US-Medien ist noch nicht geklärt, ob der Beschuldigte den von AltaVista entwendeten Code bei der Entwicklung der MSN-Suche genutzt habe. Den CHIP-Ermittlern zufolge gibt es keine Untersuchungen gegen den Software-Hersteller. Über eine interne Aufklärung des Falls machte Microsoft keine Angaben.
Microsoft will mit einer eigenen Suchmaschine dem Marktführer Google sowie dem Wettbewerber Yahoo die Stirn bieten, um am Geschäft für bezahlte Suchtreffer mitzuverdienen. Weiterer Konkurrent ist Overture, der zunächst AltaVista gekauft hatte, bevor er selbst im letzten Jahr von Yahoo übernommen wurde.

