Beim Geldziehen am Automaten sind Bankkunden nicht vor Falschgeld sicher. Die Banken warteten beim Bestücken der Automaten nicht immer die Geldlieferungen der Zentralbanken ab, sondern nähmen gelegentlich Euronoten, die in der Bank getauscht wurden, berichtet die "Bild am Sonntag". Unter diesen Noten könnten auch gefälschte sein, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Bund Deutscher Kriminalbeamter.
Gefälschte Scheine von hoher Qualität
Selbst Banker könnten oft nicht zwischen echt und gefälscht unterscheiden, da die Qualität der Blüten sich stark verbessert habe. Testgeräte, die gefälschte Euro-Noten sicher erkennen, gebe es nur bei den Landeszentralbanken und der Bundesbank, so das Blatt. Auch die Testgeräte in Tankstellen und Supermärkten böten keinen sicheren Schutz.
Letztes Jahr 50.000 Blüten entdeckt
Nach Angaben der Bundesbank wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mit gut 50.000 falschen Euro-Noten deutlich mehr Blüten in Umlauf gebracht als 2001 gefälschte D-Mark-Scheine (rund 30.000). Europaweit stieg die Zahl der entdeckten Blüten 2003 auf mehr als 550.000. Im Vergleich zu 2001 hat sie sich damit mehr als verdreifacht.

