Spammer rüsten auf

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Spammer rüsten auf

Beitragvon hisch » 01.01.2007, 20:09

Der moderne Spammer verschleiert seine Botschaft. Dafür nutzt er verschiedene Methoden. Eine davon ist es, an den eigentlichen Werbetext etwa für raubkopierte Software längere Texte zu "kleben", meist willkürlich ausgesuchte Romanzitate oder aktuelle Nachrichten, die mit dem Werbeinhalt nichts zu tun haben. Den Filterprogrammen, die sich auf der Suche nach bestimmten Reizworten durch diese Wortwüste quälen, wird die Textanalyse erschwert. Mehr Spamnachrichten fallen durch ihr Analysenetz und erreichen ihren Adressaten.
Die Sicherheitsbranche hat ihre Filtertechniken verbessert. Doch auch die Spammer haben nachgerüstet. Mittlerweile werden E-Mail-Postfächer weltweit mit so genanntem Bilderspam geflutet. Hier ist die Werbebotschaft in eine Grafik eingebettet. Filterprogramme, die nur die Nachrichtentexte einer E-Mail überprüfen, laufen beim Bilderspam ins Leere.
Fortschrittliche Filterprogramme sind in der Lage, den Bilderspam zu scannen und dessen Botschaften automatisch auf spamverdächtige Worte hin zu analysieren. Doch die Spammer erschweren ihnen die Erkennungsarbeit ganz gehörig. Die Buchstaben der in die Bilder eingebetteten Werbebotschaft werden verzerrt oder durch willkürliche Farbtupfer aufgelockert. Das menschliche Auge kann die Botschaften trotzdem entziffern. Für Spamfilter wird ihre Analyse jedoch zu einem oftmals unlösbaren Problem.
Einen Tag nach Weihnachten wurden die Filterspezialisten des britischen Sicherheitsunternehmens MessageLabs von einem wahren Spam-Tsunami überrollt. 93,51 Prozent aller E-Mails, die sie im Auftrag ihrer Kunden kostenpflichtig auf Werbebotschaften und Schadprogramme untersuchen, mussten als unverlangt zugeschickter Werbe- und Schadprogrammmüll aussortiert werden - eine Rekordmarke in einem Jahr, in dem sich das weltweite Spamaufkommen nahezu verdoppelt hat.
Penny-Stock-Spam
Nicht alle Länder sind von der neuerlichen Spamwelle gleichermaßen betroffen. Vor allem Israel, die USA, Hong Kong, Deutschland und Singapur werden derzeit massiv mit Spammails bombardiert. Acht von zehn E-Mails, die Ende 2006 in Israel aufliefen, gehörten in die Kategorie unverlangter Werbemüll. In Deutschland lag die Spamquote MessageLabs zufolge im November bei rund 66 Prozent. Zwei von drei E-Mails verstopften die E-Mail-Postfächer von privaten Internetnutzern, Unternehmen und Behörden mit Werbebotschaften für Potenzpillen und Psychopharmaka, für Software aus dubiosen Quellen, für gefälschte Markenprodukte - und neuerdings sogar für Aktien.
Die meist englischsprachigen Aktien-Werbemails klingen so, als kämen sie von einem guten Freund. "It's me, David" ("Ich bin's, David") oder "Cindy wrote" ("Cindy schrieb") heißt es in den Betreffzeilen, wobei der Name des angeblich guten Freundes von Mail zu Mail wechselt und exakt mit dem Namen des gefälschten Absenders übereinstimmt. Nach demselben Muster kommen derzeit Grüße auch zu Weihnachten und zum neuen Jahr
Diese Mails, die derzeit auch in deutschen E-Mail-Postfächern aufschlagen, dienen nur dem einen Zweck: Sie werben für den Kauf von Aktien, sogenannten "Penny Stocks". Das sind hochspekulative Aktien mit aktuell jeweils äußerst niedrigem Kurswert meist unter einem Dollar. Hinter diesen Massenmailaktionen verbirgt sich ein simples, aber offenbar sehr lukratives Geschäftsmodell.
Neues Geschäftsmodell der Spammer
Die Spammailversender oder ihre Auftraggeber kaufen diese Billigaktien auf und preisen sie in ihren Werbemails als neue, todsichere Shootingstars am Börsenhimmel an. Das Risiko ist gering, die Gewinnerwartung hoch. Deshalb gibt es offenbar immer noch genügend Mailempfänger, die auf solche "Kaufempfehlungen" hereinfallen und die umworbenen Penny Stocks tatsächlich erwerben.

Die Spammer jedenfalls machen ihren Schnitt, wie eine gemeinsame Studie der Universitäten von Oxford und Purdue, Indiana, zeigt. Danach steigen die angepriesenen Aktien im Zuge einer Spammailaktion innerhalb kurzer Zeit durchschnittlich um fünf bis sechs Prozent.

Das Geschäftsmodell des Penny-Stock-Spam unterscheidet sich grundsätzlich von den herkömmlichen Geschäftsmethoden der Spammer. Früher wurden dubiose Versandshops für Waren und Dienstleistungen aller Art oder kommerzielle Sexangebote im Internet beworben. Damit der Spamempfänger mit dem beworbenen Shop oder den Webseitenbetreibern Kontakt aufnehmen konnte, musste in den Spammails eine Web- oder E-Mail-Adresse angegeben werden.
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Ein Ring sie zu knechten,
Sie alle zu finden,
Ins dunkel zu treiben,
Und ewig zu binden.

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