Jeder Computer-Nutzer, der sich Programme aus dem Internet herunter lädt, steht vor der Frage, ob er der Software trauen darf. Im Internet ist die Auswahl riesig, und eigentlich sollte man davon ausgehen, dass all diese Programme zum Nutzen des Anwenders entwickelt wurden. Schaut man aber genauer hin, tun viele das exakte Gegenteil: ausgeklügelte Spyware statt Virenschutz, Adware statt Werbe-Blocker. Wir sagen Ihnen, um welche Programme Sie einen Bogen machen sollten, und zeigen Ihnen, wie Sie sich vor den "falschen Freunden" schützen.
Doppelagenten enttarnt
Besondere Vorsicht ist bei Tools angesagt, die sich als Spyware-Killer ausgeben. Wer solch ein Tool wahllos aus dem Internet bezieht und installiert, kann böse Überraschungen erleben. Viele der mutmaßlichen "Killer" spionieren als Undercover Agent für unbekannte Auftraggeber.
Wölfe im Schafspelz
Immer mehr Tools finden sich im Internet, die nur vorgeben, Spyware auf dem PC aufzustöbern. Infoseiten wie Spywarewarrior.com zählen allein über 290 dieser Wölfe im Schafspelz. Sie tragen gehaltvolle Namen wie "Spy on This" und "SpySheriff", treiben allerdings ein doppeltes Spiel. Viele installieren selbst Spyware auf dem Rechner und verschaukeln den Anwender nach Strich und Faden.
Schund untergebuttert
Besonders dreist ist die Masche der so genannten "false-positives", also bewusste Falschmeldungen über angeblich im System vorhandener Spyware. Entfernt wird nur gegen Bares. Der geprellte Anwender hat das Nachsehen. Glücklicherweise gibt es ehrliche Programme, die wirklich Spyware entdecken und entfernen – sogar kostenfrei. Zum Beispiel Spybot Search & Destroy und der noch in der Erprobung befindliche Windows Defender von Microsoft
Browser-Entführung
Häufiger im Web anzutreffen sind Hijacker, die als Spy- oder Adware die Privatsphäre der Nutzer untergraben. Generationen dieser Browser-Applikationen haben Surfer schon zur Verzweiflung gebracht. Der jüngste Wurf verbreitet sich über Einträge in Instant Messenger Diensten und schimpft sich "Safety Browser" (Sicherer Browser). Wie von einem Hijacker nicht anders zu erwarten, wird der Internet Explorer gründlich umgekrempelt, so dass von Sicherheit keine Rede mehr sein kann
Fiese Mitbringsel
Zu allem Überfluss greift der "Safety Browser" auch das System an. Schon beim Reboot von Windows ertönt eine nervtötende Melodie. Spätestens hier wird klar, dass man sich einen ungebetenen Gast auf den Rechner geholt hat, der Böses im Sinn hat. Also Vorsicht vor unverlangt zugesendeten Botschaften mit Download-Verweisen, auch wenn Sie von Freunden kommen. Lieber noch mal nachfragen, bevor Sie klicken

